Aus der Schulpflege - November 2011
Lehrerinnen und Lehrer müssen sich alle vier Jahre einer Mitarbeiterbeurteilung unterziehen. Die Bildungsdirektion erliess dazu auf das Schuljahr 2011/2012 neue Richtlinien. Diese wurden in diversen Bereichen an die Zolliker Qualitätsansprüche angepasst; so wird beispielsweise von den Lehrpersonen in Zollikon weiterhin eine schriftliche Selbstreflexion erwartet.
Nach der ausserterminlichen Kündigung durch eine Lehrperson im Kindergarten Neuacher konnte diese Stelle nach den Herbstferien mit einer fachlich bestens ausgewiesenen und erfahrenen Kindergartenlehrerin wieder besetzt werden.
Kindergartensanierung und Schulwegsicherung
An der Gemeindeversammlung vom 2. März 2011 folgte der Souverän dem Antrag der Schul-pflege, die Kindergärten in die Schulzentren zu integrieren, nicht – die entsprechenden Projek-tierungskredite wurden abgelehnt. Die Schulpflege stellte in der Analyse der Diskussion an der Gemeindeversammlung diverse Gründe fest, die zu dieser Ablehnung geführt hatten (u.a. wurde die Investition für den Ausbau der Schulzentren als zu hoch bezeichnet, die Ausweitung der Pro-jekte nach dem bewilligten Wettbewerbskredit nicht akzeptiert, und von einer kleinen Gruppe aus der Bevölkerung wurde ganz generell gegen eine Integration votiert). Der bauliche Zustand der Kindergartenliegenschaften in der ganzen Gemeinde und des Musikschulpavillons im Zollikerberg erfordert nun dringend nächste Schritte. Die Schulpflege wird der Gemeindeversammlung im Januar 2012 einen Antrag auf einen Rahmenkredit unterbreiten, um ein Konzept für die Renovation und den Ausbau der Infrastruktur für die Kindergartenstufe und die Musikschule zu erarbeiten.
Im Bereich der Schulwegsicherung nimmt die Schulpflege in Zusammenarbeit mit dem Gemein-derat und der Polizeiabteilung eine Priorisierung der von verschiedenen Seiten genannten po-tenziellen Schwachstellen vor, um danach wo erforderlich entsprechende bauliche oder organi-satorische Massnahmen zur Sicherung einzuleiten.
Vernehmlassungen
Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich schickte in den letzten Wochen und Monaten gleich vier Änderungsvorschläge in die Vernehmlassung. In Zollikon wird jeweils aus den Reihen der Schulpflegemitglieder und der Schulleiterkonferenz eine Arbeitsgruppe gebildet, welche eine Vernehmlassungsantwort vorbereitet und diese der Gesamtschulpflege unterbreitet.
Vernehmlassung „Änderungen des Zeugnisreglements“: Dazu nahm die Schulpflege dezidiert Stellung. Sie ist keinesfalls damit einverstanden, dass künftig von der 2. bis zur 5. Primarklasse jährlich nur noch ein Zeugnis ausgestellt werden soll. Dies wäre ein deutlicher Qualitätsabbau in der Schule und für die Kinder eine Minderung ihrer Motivation.
Vernehmlassung „Entlastung der Lehrpersonen über eine Reduktion der Lektionenzahl der Schülerinnen und Schüler“: Die Schulpflege Zollikon ist der Ansicht, dass mit dieser Massnahme die erwartete Entlastung nicht erreicht werden kann. Einerseits ist unklar, welche Lektionen ab-gebaut werden sollen. Zudem dürfte die Belastung für Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler gar steigen, wenn nicht gleichzeitig Anpassungen im Lehrplan vorgenommen werden; der gleiche Unterrichtsstoff müsste in weniger (kürzerer) Zeit unterrichtet werden. Dagegen schlägt die Schulpflege vor, den Berufsauftrag für Lehrpersonen so schnell wie möglich zu formulieren und umzusetzen.
Weitere Vernehmlassungsantworten zu den Themen „Prüfungsvorbereitung“ und „Kompetenzen von Schulpflegen, Schulleitungen und Schulverwaltung“ werden vorbereitet.
Verschiedene Geschäfte
Die Schulpflege unterstützt grundsätzlich das gemeinderätliche Ziel „Zollikon – Energiestadt“ sowie den dazu vorliegenden energiepolitischen Massnahmenkatalog. Sie macht aber deutlich, dass die finanziellen Möglichkeiten zu berücksichtigen sind und dass das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag bei jeder Massnahme neu geprüft werden muss.
Am 4. September 2011 stimmte der Souverän des Kantons Zürich der Aufhebung des Gesetzes über die Hauswirtschaftliche Fortbildung zu. Inzwischen ist bekannt, dass die hauswirtschaftlichen Fortbildungskurse nur noch bis Ende 2011 vom Kanton subventioniert werden. Der Freizeitdienst Zol¬likon, der diese Kurse im Auftrag der Schule Zollikon durchführt, hatte bereits vor dem Abstimmungsdatum die neuen Kurse ausgeschrieben und diese sind gut gebucht - wenn nicht sogar bereits ausgebucht. Sie begannen nach den Herbstferien und dauern bis April 2012. Die Schulpflege beschloss die Durchführung dieser Kurse trotz des kantonalen Subventionsstopps. Was in Zukunft mit den hauswirtschaftlichen Fortbildungskursen geschieht, ist Gegen¬stand weiterer Abklärungen.
Die Schulpflege erarbeitet ein neues Kommunikationskonzept, da das bestehende aus dem Jahre 2002 nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht. Einer der Sätze im Leitbild der Schule lautet „Wir schreiben Kommunikation gross“, aus diesem Grund ist eine Aktualisierung des Konzepts dringend notwendig. Das Konzept wird schulintern im Ressort Kommunikation ausgearbeitet. Die Schulpflege verzichtete auf den Beizug externer Berater, da der Behörde Fachpersonen angehören, welche in der Lage sind ein solches Konzept – spezifisch für die Schule Zollikon – zu erstellen. Sobald die Schulpflege das neue Konzept verabschiedet hat, wird es auf der Website der Schule Zollikon aufgeschaltet.
Bereits hat die Schulpflege die Arbeit für die Schulprogramme 2012 – 2016 aufgenommen. In einem internen Workshop erarbeiteten die Mitglieder eine Themenliste, welche Eingang in die neuen Programme finden soll. In den nächsten Wochen werden die Eltern ebenfalls in diesen Prozess mit einbezogen. Die Elternräte der Schulen werden in einem Diskussionsforum angehört. Die Eltern der Schülerinnen und Schüler der Musikschule erhalten die Möglichkeit ihre Meinung via Internet über einen Online-Fragebogen abzugeben. So werden die neuen Schulprogramme auch in den nächsten vier Jahren eine breite Akzeptanz finden. In der letzten Sitzung vor den Sommerferien 2012 werden die Programme von der Schulpflege verabschiedet und können danach auch von der Öffentlichkeit eingesehen werden.
