Der Weg zu einer Sonderschulung

Eine schulpsychologische Abklärung ist in jedem Fall Voraussetzung. Danach und bei Einigkeit der beteiligten Personen werden verschiedene Möglichkeiten geprüft und das Gespräch mit der Schulleitung der in Frage kommenden Sonderschulen gesucht. Besteht von Seite der angefragten Sonderschulen das Platzangebot und die Möglichkeit einer Aufnahme, findet ein Vorstellungsgespräch mit dem Kind und seinen Eltern statt. Bei gegenseitigem Einverständnis darf das Kind während mehrerer Tage in der Sonderschule schnuppern. Konnte so die passende Schule eruiert werden, wird der Schulpflege ein Antrag auf Kostenübernahme unterbreitet. Hat die Schulpflege einer externen Sonderschulung zugestimmt, wird die Aufnahme mit der Sonderschule vertraglich vereinbart.

Die Schulpflege Zollikon legt grossen Wert auf eine gute und enge Zusammenarbeit mit den Sonderschulen und den Eltern des betreffenden Kindes. So stehen ein Mitglied der Schulpflege und bei Bedarf ein Mitglied des schulpsychologischen Dienste in regelmässigem Kontakt mit der Sonderschule. Im Rahmen der Aufsichtspflicht besucht das Schulpflegemitglied regelmässig (in der Regel 1x jährlich) die Zolliker Kinder, die eine Sonderschule besuchen, in deren Klasse. So kann der Kontakt zum Kind und zu den Schulen aufrechterhalten und das gegenseitige Vertrauen gestärkt werden. Zwischen allen Beteiligten finden jährlich Standortgespräche statt, an welchen auch ein Mitglied der Schulpflege anwesend ist. Die Schulpflege ist die Verbindung zwischen Sonderschule und Volksschule: sie hat einen Überblick über die aktuelle Situation des Kindes, sie nimmt teil an der Diskussion, ob die Sonderschulung nach wie vor die richtige Schulung für das Kind ist und sie befindet über den entsprechenden Antrag auf Weiterführung einer Sonderschulung oder Änderung einer Situation.

Das neue Volksschulgesetz sieht vor, möglichst jedes Kind in einer Regelklasse zu integrieren und durch Individualisierung seinen Bedürfnissen entsprechend zu fördern. Die Schule Zollikon hat im Rahmen der Umsetzung der neuen Verordnungen ein Sonderpädagogisches Konzept entwickelt, welches seit dem Schuljahr 2009/10 sorgfältig erprobt und überprüft wird.

Es wird aber immer Kinder geben, die - auch nach der Umsetzung der Verordnungen des neuen Volksschulgesetzes - aufgrund ihrer besonderen Bedürfnisse auf die Strukturen und Einrichtungen einer Tagessonderschule oder eines Sonderschulheimes angewiesen sein werden. Darum sind wir dankbar, dass wir auf spezialisierte Schulen zählen können, welche mit grossem Engagement unseren Kindern in ihrer besonderen Situation Tag für Tag den ihnen entsprechenden Rahmen gewähren.